Geschichte des Wilmatt Hofes
Erstmals namentlich erwähnt wurder der Wilmatthof im Jahr 1825.
Beschreibung
Gehöft und Umschwung, mässig nach Osten geneigtes Acker- und Mattland nordwestlich des Dorfes.
Deutung Bestimmungswort
Wil(er): In der Amtei Olten-Gösgen ist meist der primäre Siedlung Wil gemeint (in den Nachbargemeinden Dulliken u. Olten), <beim Gehöft› oder ‹beim zerfallenen Römerhaus›, gebildet aus dem einfachen -wīlāri ‹vorgeschobener Hof, Aussensiedlung, zum Gutshof gehörig› (vgl. SONb 1, 668f.).
In den weiteren Gemeinden: ‹Weiler, kleine Häusergruppe› (Id. 15, 1258–1262), nhd. Weiler wie ‹Weiler, Einzelgehöft, kleines Dorf› (Lexer 3, 888) ‹neuer Bauernhof, Neusiedlung›, ‹zum Gutshof gehörig, vorgeschobener Hof, Aussensiedlung› (vgl. SONb 1, 60–63 mit weiterführender Literatur).
Einzelne Wil-Namen könnten auch direkt auf lat. villa ‹Gutshof› zurückgehen, doch liessen sich archäologische Beweise bisher nicht erbringen. Als Wohnorts- oder Herkunftsname auch in Familiennamen übergegangen.
Beschreibung
Gehöft und Umschwung, mässig nach Osten geneigtes Acker- und Mattland nordwestlich des Dorfes.
Deutung Bestimmungswort
Wil(er): In der Amtei Olten-Gösgen ist meist der primäre Siedlung Wil gemeint (in den Nachbargemeinden Dulliken u. Olten), <beim Gehöft› oder ‹beim zerfallenen Römerhaus›, gebildet aus dem einfachen -wīlāri ‹vorgeschobener Hof, Aussensiedlung, zum Gutshof gehörig› (vgl. SONb 1, 668f.).
In den weiteren Gemeinden: ‹Weiler, kleine Häusergruppe› (Id. 15, 1258–1262), nhd. Weiler wie ‹Weiler, Einzelgehöft, kleines Dorf› (Lexer 3, 888) ‹neuer Bauernhof, Neusiedlung›, ‹zum Gutshof gehörig, vorgeschobener Hof, Aussensiedlung› (vgl. SONb 1, 60–63 mit weiterführender Literatur).
Einzelne Wil-Namen könnten auch direkt auf lat. villa ‹Gutshof› zurückgehen, doch liessen sich archäologische Beweise bisher nicht erbringen. Als Wohnorts- oder Herkunftsname auch in Familiennamen übergegangen.
Wilmatt war bereits zur Steinzeit besiedelt
Die ersten menschlichen Spuren auf dem Gemeindegebiet von Winznau reichen bis in die Altsteinzeit zurück (ca. 12'000 v. Chr.) und können von der Höhlensiedlung im Käsloch durch alle Kulturepochen der Steinzeit (Köpfli, Wilmatt, Stellikopf, Hard, Kleinfeld), der Bronce- und Eisenzeit (Gräberfeld im Hard), der Römerzeit (Münzfunde), der Alemannenzeit bis hin ins Mittelalter verfolgt werden.
Die steinzeitliche Fundstelle südlich der Wilmatt befindet sich auf einer Hochfläche, die nördlich von Olten spornartig ins Aaretal ragt. Pfarrer K. A. Sulzberger sammelte in diesem Gebiet um das Jahr 1911 erstmals Silexfunde auf.
Die steinzeitliche Fundstelle südlich der Wilmatt befindet sich auf einer Hochfläche, die nördlich von Olten spornartig ins Aaretal ragt. Pfarrer K. A. Sulzberger sammelte in diesem Gebiet um das Jahr 1911 erstmals Silexfunde auf.
Die ersten menschlichen Spuren auf dem Gemeindegebiet von Winznau wurden in der Käsloch-Höhle gefunden; sie werden der ausgehenden Altsteinzeit zugeordnet. In dieser Zeit (ungefähr 10’000 bis 8’000 Jahre v. Chr.) mussten die Menschen in der Umgebung von Olten gute Lebensbedingungen und den begehrten Feuerstein vorgefunden haben, sind doch nicht weniger als acht Fundplätze bekannt, die über längere Zeit bewohnt waren. Neben der Höhle im Käsloch und der Freilandsiedlung Wilmatt, sind ein Wohnplatz in Trimbach, die zwei Stationen im Olt- ner Hardwald und weitere zwei im Säliwald bekannt.
Woher kamen die ersten Bewohner
Die Menschen der Altsteinzeit waren ausschliesslich Jäger und Sammler. Da die Werkzeuge, die auf der Wilmatt gefunden wurden, mit den Werkzeugen von südfranzösischen Fundplätzen vollständig übereinstimmen, kann angenommen werden, dass die Rentierjäger gegen Ende der Eiszeit aus den südlichen Tälern Frankreichs nach Nordosten in unsere Gegenden abwanderten.
Wilmatt während des Baus des Hauenstein-Basistunnels, 1912 - 1916
Streckenabschnitt Olten-Trimbach und Barackendorf „Tripolis“
Bereits wenige hundert Meter nach dem Bahnhof Olten biegt die Hauenstein-Basislinie in einer weitläufigen Linkskurve nach Norden ab und überquert dort die Aare – das grösste Gewässer auf dem gesamten Streckenabschnitt. Die 150 Meter lange Aarebrücke besteht aus gemauerten Pfeilern und einem eisernen Fachwerkkonstrukt. Damit während des Baus bereits eine Transportverbindung für das Aushubmaterial des Tunnels zu Verfügung stand, wurde eigens eine zweite Dienstbrücke neben der neu zu bauenden Eisenbrücke errichtet.
Gleich nach der Traversierung der Aare erreicht man die Rankwog, das Grenzgebiet zwischen Olten, Trimbach und Winznau.
Dort, im Rank der Aare, ist auf Trimbacher Boden der Tunneleingang. Auf diesem Gebiet entstand während des Tunnelbaus das Barackendorf „Tripolis“, eine Arbeitersiedlung für die Tunnelbauer aus Italien. (Der Name geht auf die Besetzung der Stadt Tripolis durch die Italiener im Jahr 1911 zurück.) Das Barackendorf entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einer kleinen autarken Gemeinde mit über 25 Kantinen und Wirtshäusern, gegen 100 Schlafunterkünften, einer eigenen Poststelle, einem Polizeiposten, Tanzlokalen und einem Kino, sowie zahlreichen Läden und Dienstleistungs- angeboten, meist von Italienern betrieben.
Durch die zahlreichen Arbeiterfamilien, die sich im Tripolis angesiedelt hatten, entstand eine Nachfrage nach Lebensmittelgeschäften und anderen Bereichen des Dienstleistungssektors wie etwa nach Schuhmacher- und Coiffeurgeschäften oder einer Poststelle. Nur die Italienerschule mussten die Kinder in Trimbach besuchen.
Und nicht zuletzt waren in Tripolis natürlich auch Gebäude für den Tunnelbau errichtet worden, welche sich in unmittelbarer Nähe zum Tunneleingang befanden. Dazu gehörten die Maschinenhalle, die heute noch steht, eine Schmiede- und eine Reparaturwerkstatt, die Mischhalle, die Sägerei und eine Lokomotivremise sowie einige Bürogebäude.
In Mahren (Gemeinde Lostorf) am Dottenberg befand sich ein grosser Steinbruch. Mit einem Rollwagengeleise wurden die Kalksteine für die Ausmauerung des Tunnelportals über die Wilmatt ins Baugelände transportiert.










